Der erste Termin
Der erste Termin dient in erster Linie dem Kennenlernen.
Mir ist wichtig, dass wir gemeinsam herausfinden können, ob eine vertrauensvolle Zusammenarbeit für beide Seiten passend ist. Vertrauen, Sicherheit und eine gute therapeutische Beziehung bilden die Grundlage jeder erfolgreichen Begleitung.
Im Erstgespräch haben Sie die Möglichkeit, in Ihrem eigenen Tempo von Ihrem Anliegen zu erzählen. Dabei müssen Sie nichts berichten, wozu Sie noch nicht bereit sind. Gleichzeitig klären wir organisatorische Fragen und besprechen, welche Unterstützung für Ihre individuelle Situation sinnvoll sein könnte.
Da unterschiedliche Anliegen und Beschwerden unterschiedliche therapeutische Herangehensweisen erfordern, prüfen wir gemeinsam, welches Vorgehen für Sie am besten geeignet ist. Dabei schauen wir, ob eine Begleitung in meiner Praxis sinnvoll und erfolgversprechend erscheint oder ob gegebenenfalls ein anderes therapeutisches Verfahren bzw. eine andere Form der Unterstützung besser zu Ihrem Anliegen passt.

Wie viele Sitzungen sind sinnvoll?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.
Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine eigenen Erfahrungen und seine ganz persönlichen Bedürfnisse mit. Deshalb arbeite ich bewusst ohne festgelegte Stundenkontingente oder standardisierte Behandlungspläne.
Meine Arbeit orientiert sich an der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers. Das bedeutet, dass Sie selbst bestimmen, was Sie mitbringen möchten, welches Tempo sich richtig anfühlt und welche Themen Raum bekommen sollen.
Manche Menschen wünschen sich Unterstützung über wenige Sitzungen hinweg. Andere entscheiden sich für eine längerfristige Begleitung. Gemeinsam schauen wir regelmäßig darauf, was für Sie hilfreich ist.
Menschen sind individuell. Ihre Erfahrungen, Belastungen und Entwicklungsprozesse sind es ebenfalls.
Deshalb gibt es bei mir keine Therapie „vom Fließband“. Statt einem starren Schema steht der Mensch im Mittelpunkt – mit seiner ganz eigenen Geschichte und seinem persönlichen Tempo.
Vor Ort oder online?
Die Gespräche finden grundsätzlich in meiner Praxis statt.
Das persönliche Gegenübersitzen ist für mich ein wichtiger Bestandteil der therapeutischen Arbeit. Im direkten Kontakt entstehen oft Nuancen, die über einen Bildschirm nur eingeschränkt wahrgenommen werden können: Körpersprache, Mimik, die Atmosphäre im Raum und das Gefühl, einem anderen Menschen wirklich präsent gegenüberzusitzen.
Gerade bei emotional belastenden Themen erlebe ich den persönlichen Kontakt häufig als stabilisierend und unterstützend. Viele Menschen empfinden die Praxis zudem als einen geschützten Raum, in dem sie Abstand vom Alltag gewinnen und sich ganz auf sich selbst konzentrieren können.
Online-Termine biete ich daher nur in Ausnahmefällen für bereits länger begleitete Klientinnen und Klienten an, wenn ein persönlicher Termin vorübergehend nicht möglich ist. Die Durchführung erfolgt über die datenschutzkonforme Plattform RedConnect von Red Medical.
Meine Arbeitsweise
Mir ist wichtig, dass Sie sich bei mir in einem geschützten und ruhigen Rahmen aufgehoben fühlen.
Deshalb plane ich meine Termine so, dass sich Klientinnen und Klienten in der Regel nicht begegnen. Zwischen den Sitzungen nehme ich mir bewusst Zeit, um Gespräche nachzubereiten und mich auf den nächsten Termin einzustellen.
Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit. Deshalb ist es mir wichtig, nicht nur während der Sitzung präsent zu sein, sondern auch die Zeit davor und danach für eine sorgfältige Vor- und Nachbereitung zu nutzen.
Ebenso lege ich großen Wert auf Transparenz und Ehrlichkeit. Nicht jede Therapieform ist für jeden Menschen oder jedes Anliegen gleichermaßen geeignet. Deshalb informiere ich bei Bedarf auch über andere therapeutische Ansätze und Behandlungsmöglichkeiten.
Sollte ich den Eindruck gewinnen, dass eine andere Therapieform, eine spezialisierte Einrichtung oder eine andere Therapeutin bzw. ein anderer Therapeut für Ihre Situation besser geeignet sein könnte, werde ich dies offen mit Ihnen besprechen.
Mir geht es nicht darum, Menschen möglichst lange in Behandlung zu halten. Mir geht es darum, gemeinsam den Weg zu finden, der für Sie und Ihre individuelle Situation am hilfreichsten ist.
Manchmal bedeutet das eine Begleitung in meiner Praxis. Manchmal bedeutet es auch, bei der Suche nach einer anderen oder ergänzenden Unterstützung Orientierung zu geben.
Honorar
Gesprächspsychotherapie
Alle psychotherapeutischen Leistungen werden auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes (HeilprG) erbracht.
Die ersten Gespräche dienen dem Kennenlernen, der Anamnese, diagnostischen Einordnung sowie der gemeinsamen Behandlungsplanung. Da unterschiedliche Anliegen und Beschwerden unterschiedliche therapeutische Herangehensweisen erfordern, prüfen wir in dieser Phase gemeinsam, welches Vorgehen für Sie am besten geeignet ist. Dabei schauen wir, ob eine Begleitung in meiner Praxis sinnvoll und erfolgversprechend erscheint oder ob gegebenenfalls ein anderes therapeutisches Verfahren bzw. eine andere Form der Unterstützung besser zu Ihrem Anliegen passt.
Aufgrund des erhöhten Zeit-, Vorbereitungs- und Dokumentationsaufwands gilt für die ersten drei Sitzungen folgendes Honorar:
Anamnese- und Kennenlernphase (erste drei Sitzungen)
- Psychotherapeutische Sitzung nach HeilprG (90 Minuten): 150 Euro
Ab der 4. Sitzung:
- Psychotherapeutische Sitzung nach HeilprG (60 Minuten): 95 Euro
- Psychotherapeutische Sitzung nach HeilprG (90 Minuten): 140 Euro
Die Vergütung meiner Leistungen erfolgt unabhängig von einer möglichen Erstattung durch private Krankenversicherungen, Beihilfestellen oder Zusatzversicherungen.
Ergänzende therapeutische Ansätze
Neben der Gesprächspsychotherapie biete ich ab September 2026, nach Abschluss meiner EMDR-Ausbildung, bei entsprechender Indikation auch EMDR an.
Darüber hinaus kann es in einzelnen Situationen sinnvoll sein, wichtige Bezugspersonen zeitweise in den therapeutischen Prozess einzubeziehen – beispielsweise bei familiären Konflikten, belastenden Beziehungsmustern oder wiederkehrenden Missverständnissen.
Ob EMDR, die Einbeziehung von Bezugspersonen oder andere therapeutische Herangehensweisen für Ihre Situation hilfreich sein können, besprechen wir individuell und in Ruhe.
Zahlung
Sie erhalten nach jeder Sitzung eine Rechnung, die anschließend per Überweisung auf mein Geschäftskonto beglichen werden kann.
Terminabsagen
Sollten Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, bitte ich Sie, diesen spätestens 24 Stunden vorher abzusagen.
Da der Termin exklusiv für Sie reserviert ist und kurzfristig in der Regel nicht neu vergeben werden kann, muss bei späteren Absagen oder Nichterscheinen das vereinbarte Honorar in Rechnung gestellt werden. Wird ein Termin kurzfristig abgesagt oder nicht wahrgenommen, kann dieser Platz meist nicht mehr neu vergeben werden, sodass weder Sie noch eine andere Person die reservierte Zeit nutzen kann.
Kostenübernahme
Als Heilpraktikerin für Psychotherapie rechne ich meine Leistungen nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen ab.
Je nach individuellem Vertrag übernehmen private Krankenversicherungen, Beihilfestellen oder private Zusatzversicherungen einen Teil der Kosten. Bitte sprechen Sie mich hierzu gerne an.
Warum Selbstzahler?
Viele Menschen entscheiden sich bewusst für eine Selbstzahlerpraxis.
Neben einer individuellen und flexiblen Begleitung bietet dies einige Vorteile:
- zeitnahe Terminvergabe ohne lange Wartezeiten
- freie Wahl des therapeutischen Ansatzes
- flexible Gestaltung von Dauer und Häufigkeit der Sitzungen
- keine Beantragung einer Psychotherapie bei der gesetzlichen Krankenkasse notwendig
- Ihre Privatsphäre bleibt gewahrt
- individuelle Begleitung
Ein weiterer Aspekt, der manchen Menschen wichtig ist:
Für die Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen ist in der Regel eine psychische Diagnose erforderlich, die dokumentiert wird. Diese Diagnose kann unter Umständen bei späteren Anträgen – beispielsweise für bestimmte Versicherungen, eine Verbeamtung oder andere gesundheitliche Prüfungen – relevant werden.
Die Entscheidung für eine Selbstzahlerpraxis ermöglicht vielen Menschen, Unterstützung in Anspruch zu nehmen, ohne dass hierfür eine Diagnose bei der gesetzlichen Krankenkasse hinterlegt werden muss.
Mir ist dabei wichtig zu betonen: Es geht nicht darum, Diagnosen zu vermeiden oder psychische Belastungen zu verharmlosen. Vielmehr soll jeder Mensch die Möglichkeit haben, selbstbestimmt zu entscheiden, welcher Weg für die eigene Situation passend ist.
Noch unsicher?
Der Schritt, sich Unterstützung zu suchen, fällt vielen Menschen nicht leicht.
Vielleicht haben Sie Fragen, sind unsicher, ob Ihr Anliegen bspw. „wichtig genug“ ist oder wissen noch nicht genau, was Sie erwarten können.
Das ist völlig in Ordnung.
Sie müssen nicht bereits alle Antworten haben, bevor Sie Kontakt aufnehmen. Manchmal beginnt Veränderung mit einem ersten Gespräch und der Erfahrung, mit dem eigenen Erleben nicht allein zu sein.
