Heilpraktikerin für Psychotherapie?

Wer psychotherapeutische Unterstützung sucht, begegnet unterschiedlichen Berufsbezeichnungen und Qualifikationen. Das ist nicht immer leicht zu überblicken.

Auf dieser Seite erfahren Sie, was die Tätigkeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie ausmacht, welche Besonderheiten sie mit sich bringt und warum ich mich bewusst für diesen Berufsweg entschieden habe.

Die Erlaubnis zur Ausübung der Psychotherapie als Heilpraktikerin wird nach einer amtsärztlichen Überprüfung durch das Gesundheitsamt erteilt. Voraussetzung sind fundierte Kenntnisse in Psychologie, Psychopathologie, Diagnostik sowie den rechtlichen Grundlagen der psychotherapeutischen Tätigkeit.

In meiner Praxis begleite ich Erwachsene bei psychischen Belastungen, emotionalen Krisen und persönlichen Entwicklungsthemen. Im Mittelpunkt stehen für mich eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung, Wertschätzung und die individuelle Situation jedes Menschen.

Welche Besonderheiten bringt dieser Berufsweg mit sich?

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie arbeite ich außerhalb der Abrechnung über die gesetzlichen Krankenkassen. Daraus ergeben sich einige Besonderheiten, die – je nach persönlicher Situation – hilfreich sein können.

Zeitnahe Unterstützung

Ein Therapiebeginn ist häufig ohne lange Wartezeiten möglich.

Individuelle Gestaltung

Dauer, Häufigkeit und Gestaltung der Sitzungen können flexibel an Ihre persönliche Situation angepasst werden.

Vertraulichkeit

Da keine Abrechnung über gesetzliche Krankenkassen erfolgt, werden Diagnosen nicht automatisch an diese übermittelt oder dort gespeichert. Manche Menschen empfinden das als entlastend.

Individuelle therapeutische Begleitung

Ich bin nicht an ein bestimmtes Richtlinienverfahren gebunden. Dadurch kann ich unterschiedliche therapeutische Methoden verantwortungsvoll miteinander verbinden und meine Begleitung individuell auf den Menschen abstimmen, der mir gegenübersitzt. Alles im Rahmen meiner Sorgfaltspflicht.

Wichtig ist mir dabei: Diese Form der psychotherapeutischen Begleitung ist nicht grundsätzlich besser oder schlechter als eine kassenfinanzierte Psychotherapie – sondern anders.

Je nach Lebenssituation kann sie eine passende Möglichkeit sein. Wenn sich im Verlauf zeigt, dass eine kassenfinanzierte oder psychiatrische Behandlung sinnvoll ist, unterstütze ich Sie selbstverständlich dabei, den passenden Weg zu finden.

Warum habe ich mich für diesen Weg entschieden?

Ich habe mich bewusst für den Berufsweg als Heilpraktikerin für Psychotherapie entschieden, weil er zu der Art passt, wie ich therapeutisch arbeiten möchte.

Mich überzeugt die Vorstellung, dass jeder Mensch seine eigene Geschichte, seine eigenen Erfahrungen und seine eigenen Möglichkeiten mitbringt. Deshalb glaube ich nicht, dass es den einen richtigen therapeutischen Weg gibt, der für alle Menschen gleichermaßen passt.

Für mich steht nicht ein festes Behandlungskonzept im Mittelpunkt.

Entscheidend ist vielmehr die Frage, was der Mensch braucht, der mir gegenübersitzt – mit seinen individuellen Belastungen, Ressourcen und Zielen.

Der Berufsweg als Heilpraktikerin für Psychotherapie ermöglicht es mir, meine therapeutische Arbeit unabhängig von den Vorgaben der gesetzlichen Krankenversicherung zu gestalten. So kann ich unterschiedliche therapeutische Ansätze verantwortungsvoll miteinander verbinden und die Begleitung an den Menschen anpassen – nicht umgekehrt.

Besonders geprägt hat mich dabei die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers. Seine Haltung von Wertschätzung, Empathie und Echtheit sowie das Vertrauen in die Entwicklungsfähigkeit jedes Menschen entsprechen meinem eigenen Menschenbild und bilden die Grundlage meiner therapeutischen Arbeit.